Ärztlicher Beirat

em. Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger

Dr. Otmar Pachinger wurde 1944 in Wels, Österreich, geboren. Er studierte Medizin und promovierte 1968 an der Universität Wien. Bis 1973 arbeitete er als Assistent und Forscher an diversen Instituten beziehungsweise Universitäten, unter anderem Universitätsklinik Wien und University of Southern California. Seit 1975 ist er Facharzt für die Interne Medizin. 1985 wurde er zum Universitätsprofessor an der medizinischen Universität Wien ernannt. In den Jahren 1986 bis 1997 war er Chef der kardiologischen Abteilung am Landeskrankenhaus Wels, Österreich. Seit 1997 ist er Vorsitzender und Leiter der kardiologischen Abteilung an der Universität Innsbruck, Österreich. Neben zahlreichen fachlichen Vorlesungen, die er an den verschiedensten Universitäten weltweit abgehalten hat, ist er heute eine Größe als Vortragender an der Universität Innsbruck und darüber hinaus auch Mitglied in mehreren renommierten Gesellschaften und Vereinen, unter anderem „Austrian Society of Cariology, Internal Medicine, Intensive Medicine and Nuclear Medicine“, usw.

 

Univ. Prof. Dr. Otmar Pachinger Innere Medizin – Kardiologie

 

 

 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
H

Häufigste Todesursache

Herzinfarkte, Schlaganfälle und die übrigen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind die häufigsten Todesursachen in Österreich. Zwar war zwischen 1996 und 2006 ein Rückgang um fast 41 Prozent zu verzeichnen, nach wie vor sterben jedoch 32.500 Österreicher an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weltweit sterben daran pro Jahr 17,5 Mio. Menschen. Dabei ließen sich diese Krankheiten durch einen verbesserten Lebensstil oft vermeiden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Österreich für 45% der Gesamtsterblichkeit verantwortlich. Ein Großteil des Rückgangs der Sterblichkeit sind auf Verbesserungen der Therapie aber noch mehr auf die Reduktion der Risikofaktoren zurückzuführen, vor allem auf den Rückgang des Rauchens und der Behandlung des Bluthochdrucks. Geeignete Präventionsmaßnahmen können bei diesen Erkrankungen enorm viel bewirken. Laut Statistik Austria wurden in Österreich 2006 fast 38% der Todesfälle durch Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems verursacht, wobei der akute Herzinfarkt mit 52% den größten Teil ausmachte. Beide Geschlechter sind dabei betroffen, wenn auch Männer im jüngeren und mittleren Alter deutlich überwiegen. Somit sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nummer 1 in Österreich, noch vor Krebser-krankungen (29%). Die Risikofaktoren für Herzkranzgefäßerkrankungen wie Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck sind durch die demographische Entwicklung und den ungesunden Lebensstil wieder im Steigen begriffen. Da die meisten Herz-Kreislauf-Erkrankungen jedoch durch einfache Lebensstilmodifikationen, wie gesunde Ernährung, Sport und Nicht-Rauchen verhindert, oder zumindest hinausgezögert werden können, ist hier ein besonderes Augenmerk auf die Prävention zu legen. Die Herausforderungen für die Zukunft liegen in der Erhöhung des Bewusstseins bei Ärzten und Patienten für eine adäquate Vorbeugung und ausreichende Behandlung.

Der Österreichische Herzverband hat mit seiner Bevölkerungsaufklärung eine nicht geahnte Breitenwirkung erzielt. Diese Laienbewegung hat gezeigt, dass heute Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Lebensstilmodifikation und Aufklärungsaktionen sehr effektvoll umgesetzt werden kann. Darüber hinaus kann diese Organisation Hilfestellung für die Bewältigung einschneidender Erlebnisse leisten. Jeder motivierte und engagierte Herzpatient sollte dieser Selbsthilfegruppe beitreten!

Prim. Priv. Doz. Dr. med. Christoph Brenner – FA für Innere Medizin und Kardiologie / Departmentleiter Kardiologie im REHA-Zentrum Münster und Facharzt für Kardiologie an der  Univ. Klinik-Innsbruck
Med. Rat. Dr. med. univ. Gerald Bode – Facharzt für Innere Medizin – 6300 Wörgl