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Das Herz - die uns am Leben erhaltende Pumpe

Veröffentlicht von Roland Weißsteiner am 28.01.2010

 

 

Das Herz - die uns am Leben erhaltende Pumpe

Nicht wirklich herzförmig, wie der Name vermuten lässt, dennoch ist das Herz ein kleines Wunder
der Natur.Die Funktion ist so komplex, dass nur eine geringe Störung fatale gesundheitliche Folgen
für den Mensche hat.
Das Herz (lat. „Cor“), so wie wir es heute kennen, hat eine lange Entwicklung hinter sich.
Vor ca. 350 Millionen Jahren traten erstmals Vierkammerherzen bei Reptilien auf und erst bei den
Vögeln und Säugetieren wurden die Kreisläufe durch vier Herzkammern vollständig getrennt.
Das menschliche Herz entsteht beim Embryo in der 4. Schwangerschaftswoche, indem sich aus einem
schlauchartigen Gebilde durch Ausbuchtung ein Hohlorgan mit der Fähigkeit zur Kontraktion bildet.
Es handelt sich um einen Muskelschlauch, der keine Herzform aufweist, sondern eher die Form eines
Kegels besitzt. Das Organ ist von einem Herzbeutel –dem Pericardium – umgeben und in ein linkes
und rechtes Herz unterteilt.

Die Entdeckung des menschlichen Kreislaufes geht auf den englischen Arzt William Harvey (1926)
zurück. Er beschrieb mit seiner Erforschung auch den so genannten Herzzyklus, der aus der
Systole und der Diastole besteht. Die Systole bezeichnet die Kontraktionsphase, in der sich
der Herzmuskel zusammenzieht. Danach folgt die Diastole, in der sich der Herzmuskel zwischen
den Herzschlägen wieder entspannt.

In den Kapillaren, den kleinsten Blutgefäßen, wird dem Blut, das vom Herzen kommt, der
Sauerstoff (O2) entzogen, um den Körper damit zu versorgen. Dabei nimmt es  das aus dem
Körper zu entsorgende Kohlendioxid (CO2) auf. Daher unterscheidet man auch zwischen
sauerstoffarmen (venös) und sauerstoffreichem (arteriell) Blut.

Kohlendioxidreiches (venöses) Blut aus den Venen gelangt über die große Hohlvene in den rechten
Vorhof des Herzens. In der Entspannungsphase (Diastole) öffnet sich die Herzklappe, die den
rechten Vorhof und die rechte Herzkammer verbindet (Trikuspidalklappe oder Dreisegelklappe),
damit das Blut aus dem Vorhof in die rechte Herzkammer fließen kann. Durch eine Kontraktionswelle
wird nun das venöse Blut in die große Lungenarterie gepumpt, es durchfließt die Lungentaschenklappe
(Pulmonalklappe) und gelangt in die Lungenarterien. In der Lunge findet der Gasaustausch statt,
bei dem das sauerstoffarme Blut an den Lungenbläschen (Alveolen) vorbeifließt, die es wieder mit
Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft anreichern. Kohlendioxid gelangt aus dem Blut in die Alveolen
und wird ausgeatmet.

Das sauerstoffreiche Blut sammelt sich nun in den großen Lungenvenen und fließt durch Kontraktion
des linken Vorhofes in die linke Herzkammer. Dabei passiert es die Mitralklappe (Herzklappe
zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer) und kommt über die Aortenklappe in die Aorta
(Hauptschlagader). Über diese kann das Blut zu allen Organen und Geweben im Körper gelangen.

Das Geniale am Mechanismus des vierkammrigen Herzens ist der synchrone Ablauf der Füllung und
der Kontraktion der rechten und der linken Herzkammer: Bei jedem Herzschlag läuft dieser Herzzyklus
ab – kommt es jedoch zur kleinsten Störung in diesem System, können Herz- Kreislaufkrankheiten
sowie Herzinfarkt die Folgen sein.
Um die Funktionstüchtigkeit seines Herzens zu verlängern, sollte man auf eine gesunde Ernährung
achten, regelmäßig Sport betreiben und Vorsorgeuntersuchungen einhalten.

Autorin: Sandra Haindl
www.enjoyliving.at

Zuletzt geändert am: 28.01.2010 um 12:48


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